In the beginning is my end.

Der erste Schritt ist getan: Ich habe mich (erneut) dazu entschlossen, meine mehr oder weniger geistreichen Ergüsse, spontanen und lang gehegten Gedanken der Öffentlichkeit in einem Weblog preiszugeben. Frühere Versuche sind gescheitert, deren Rudimente als Webleichen auf diversen Blogservern liegen, da an eine Wiederbelebung derselben nicht mehr zu denken ist. Glücklicherweise.

Doch wie fange ich an? Zunächst muss ich mich entscheiden, ob ich mich den geltenden Regeln für die Groß- und Kleinschreibung unterwerfe, oder es lieber sein lasse. ich schreibe zwar seit etwa zehn jahren meine e-mails, kritiken, forenkommentare und derlei durchgängig ohne großbuchstaben, muss aber sagen, dass die ästhetische komponente die praktische soeben in die Tasche gesteckt hat. Gut. Weiter.

Stil – Schreibe ich, wie mir die Finger gewachsen sind, ergieße ich mich in end- und rücksichtlsosen leserfeindlichen streams-of-consciousness, gebe ich mir Mühe mit meinen Formulierungen, vermeide ich Appositionen, Ellipsen, Hypotaxen oder zu viele Kommas?  Und wenn wir schon dabei sind: könnte ich hier vielleicht sogar den Spagat zwischen rüpelhaft-restringierter und elegant-elaborierter Sprache schaffen, der mir bisher nie gelungen ist? Vermutlich nicht.

Jetzt, wo die Fragen zum Schreibstil halbwegs geklärt sind, könnte man sich auch um eine mögliche Zielgruppe gedanken machen…. wenn man nicht jeglichen Realitätssinn verloren hat. Normalerweise sollte das umgekehrt funktionieren, aber da ich davon ausgehen kann, dass diesen Blog außer zwei Freundinnen und einer Korrekturlesenden Bloggerin (ich) zunächst sowieso keiner lesen wird, muss ich mir eigentlich keine Gedanken darüber machen. Sollte sich dennoch jemand auf diesen Blog verirren, so kann er mir freundlichst schreiben, dass er auf groß- und kleinschreibung keinen wert legt und blöde wortspiele haßt.

Der Inhalt sollte natürlich auch nicht zu kurz kommen. Vielleicht passiert aber in den nächsten Monaten so wenig, dass auch dieser Blogversuch kläglich scheitert und zusammen mit millionen anderen entschlafenen Weblogs in den Bloghimmel aufsteigt, wo er schließlich inhalts- und kommentarlos zu uns hinunterschaut.

 

Auf eine lange Zusammenarbeit, mein Blögchen.

Published in: on August 9, 2008 at 3:10 nachmittags  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags: ,
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.